Diskussionsprozesse in den Kirchengemeinden
Diskussionen über das Impulspapier und über Kirchenreformen
Wachsen gegen den Trend – Langfristige Perspektiven
von Bischof Dr. Wolfgang Huber
Die Evangelische Kirche in Deutschland will auch im 21. Jahrhundert die Kraft und Schönheit des Evangeliums zum Leuchten bringen. Sie will im Vertrauen auf Gottes Verheißung die großen Chancen und die gleichfalls großen Herausforderungen wahrnehmen, die sich ihr in unserer Zeit stellen. Menschen, denen Gott, Religion und Kirche fremd geworden sind, sollen neu erfahren können, was es heißt, aus der Freiheit des Glaubens an Jesus Christus zu leben.
Kirche soll für Menschen verschiedenster Herkunft und Prägung geistliche Heimat sein oder neu zur geistlichen Heimat werden.
Viele Mitarbeitende in der Kirche stellen sich dieser Aufgabe in vorbildlicher Weise und mit hohem persönlichem Engagement. Sie gestalten das kirchliche Leben an ihrem jeweiligen Ort einladend, freundlich und geistlich. Umstrukturierungen, die an vielen Stellen – oft auch schmerzhaft – notwendig sind, werden zum Anlass genommen, nach neuen Formen gelingender kirchlicher Arbeit zu suchen.
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland will diesen Prozess vorantreiben. Er hat ein Impulspapier "Kirche der Freiheit. Perspektiven für die Evangelische Kirche im 21. Jahrhundert" veröffentlicht, das zum ersten Mal für die evangelischen Kirchen in Deutschland gemeinsam eine langfristige Perspektive entwickelt. Es geht darum, negativen Entwicklungstendenzen, von denen auch unsere Kirche betroffen ist, entgegenzuwirken und einen Mentalitätswandel hin zu einem ?Wachsen gegen den Trend? zu fördern.
Ich lade alle Gemeindeglieder ein, sich an diesem kirchlichen Veränderungsprozess aktiv zu beteiligen und die Anregungen des Impulspapiers in ihren Gemeinden, mit ihren Kreisen und in ihrem Umfeld zu diskutieren. Nur gemeinsam werden wir das Evangelium von der Liebe Gottes in Jesus Christus in seiner ganzen Schönheit und in seinem ganzen Reichtum zum Leuchten bringen, so wie es uns von Gott aufgetragen ist.
Möge Gott seinen Segen zu unserem Reden, Planen und Handeln geben!
Bischof Dr. Wolfgang Huber
Januar 2007
Qu/Bild: ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

