Ergebnis-Zusammenfassung vom Zukunftskongress
1. Gemeinsame Perspektiven
Im Blick auf das im Leuchtfeuer 1 angesprochene Themenfeld halten wir folgende Punkte als gemeinsame Perspektive fest:
>>Heimat<<
- Kirche ist Ort von Beheimatung
- Symbolische Orte sind zu pflegen
- Zugehörigkeit als ortsunabhängiges Zugehörigkeitsgefühl
- Frage nach der Identität
- Kulturelle Beheimatung auf Zeit
Zielvereinbarungen/Wachstum:
- Qualifizierte Zielvereinbarungen anstreben
- Gottes freie Gnade ausrichten an alles Volk als Leitbild (Barmen VI)
- Mehr Mitglieder gewinnen
Qualitätsmanagement:
- Einen auf Auftrag des gemeindlichen Dienstes orientierten Qualitätsbegriff
- Qualität ist ein Verbesserungsprozess, nicht Selektion
- Gemeinsame Standards für Mitarbeitende (ehren- und hauptamtlich) und Konsequenzen für Aus-, Fort- und Weiterbildung (Beratung und Begleitung)
- Gemeinde befähigen, Qualität zu beurteilen
- Festlegung von Qualitätskriterien und Methodik von Qualitätsmanagement vorantreiben
Kernthemen:
- EKD-weiter Prozess: regionale Verständigung über innere Kernthemen (biblisch, theologisch, geistlich) und über äußere Kernthemen (Eine-Welt und gesellschaftliche Fragen)
2. Wichtige Diskussionspunkte
Folgende Themenaspekte müssen nach unserer Einschätzung im kirchlichen Reformprozess weiter diskutiert und geklärt werden:
- Heimatbegriff differenziert bedenken
- Verbundenheit mit Evangelium und mit Kirche
- Wiedererkennbarkeit stärken und Kanon des Evangelischen klären (Protestantische Kultur schärfen)
Kernvollzüge:
- Was sind Kernvollzüge gemeindlichen Lebens? (Wortverkündigung in verschiedenen Formaten)
- Was sind Sachkriterien für die Unterscheidung von Kern und Nicht-Kern-Angeboten?
- Kann man Kernvollzug ohne Rücksicht auf die Situation beschreiben?
Qualität:
- Theologisch gut verantworteten Qualitätsbegriff entwicklen
- Was ist Qualität kirchlicher Arbeit?
- Beurteilungsmaßstäbe im Qualitätssicherungsprozess
- Weiterarbeit und Präzisierung Qualitätsmanagement
- Qualitätsmanagement (welcher Personkreis ist betroffen?)
Zielvereinbarungen:
- Quantitative Zielvereinbarungen überprüfen
- Bezugsmaßstab bei den Zielen
Salz der Erde, Licht der Welt: kritisches Potential des Evangeliums für die Kirche und Verbindlichkeiten in einer Kirche der Freiheit?
Für diese Diskussion geben wir folgende Anregungen:
3. Praktische Handlungskonsequenzen
Für die praktische Umsetzung sprechen wir uns für folgende Maßnahmen bzw. Projekte aus und unterstützen diese aktiv in unserem eigenen kirchlichen Handlungsfeld:
- Gründung spezifischer Qualitätszirkel auf verschiedenen Ebenen
- Regionale Prozesse der Selbstverpflichtung über Kerne
- Good practice zugänglich machen und vernetzen
- Angebote für geistliche Wachstumsprozesse zusammentragen und fördern
- Initiierung eines Prozesses der Festlegung von Zielen auf allen Ebenen
- Persönlichkeitsbildung fördern (Aus- und Fortbildung, kollegiale Beratung)
- Entwicklung eines verbindlichen Qualitätsmanagements für kirchliche Mitarbeitende
- Kriterien entwicklen für eine selbstkritische Überprüfung eigenen Arbeitens
- Räume für Gestaltung offen halten (Kirchentag)
Aus unserer Sicht sollen nachstehende Institutionen diese Projekte durchführen (mit Angabe von Zeitraum und federführender Verantwortung):
- Je nach Aufgabe differenziert (verbindliche synodale Prozesse, Anstellungsträger, Auftragserteilende)
- Frage nach den Sachkriterien für Kern und Nicht-Kern-Angebote auf gesamtkirchlicher Ebene angehen
- „Wofür stehen wir“ sollte von der EKD-Synode angegangen werden