auf das Impulspapier "Kirche der Freiheit" vom Rat der EKD
Während die Politik sich schwer tut, die Lage und ihre Bestimmungsgründe nüchtern zu ermitteln sowie konsistente Lösungsbündel zu entwickeln, ist dies dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit seinem jüngst vorgelegten Impulspapier gelungen.
Auch wenn das Erlebnis der grandiosen Weltmeisterschaft weiterwirkt, so kehrt dennoch die Realität in unsere Wahrnehmung zurück. So tut die Politik alles, um die Stimmung zu trüben. Insofern haben wir guten Grund, nach positiven Meldungen Ausschau zu halten. Und tatsächlich: Während die Politik sich schwer tut, die Lage und ihre Bestimmungsgründe nüchtern zu ermitteln sowie konsistente Lösungsbündel zu entwickeln, ist dies dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit seinem jüngst vorgelegten Impulspapier gelungen.
Sicher, dieses Papier zu den Perspektiven der Kirche im 21. Jahrhundert markiert erst den Beginn eines intensiven Beratungsprozesses. Doch die inhaltliche Klarheit und Prägnanz zeigen, wohin eine tief gehende Erarbeitung des Befundes zu führen vermag.
Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach (Allensbach), hat als Mitglied der EKD-Perspektivkommission 2030 am EKD-Impulspapier mitgearbeitet und äußerte sich vor dem EKD-Zukunftskongress auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig zur Lage der Evangelischen Kirche
Es hörte sich an wie ein Gedanke aus einer Predigt: »Viele Menschen leben heute orientierungslos in den Tag hinein. Hauptaufgabe von Christen ist es, Reservate der Ruhe zu schaffen.« Doch diese Worte kamen nicht von einem Theologen, sondern von Deutschlands wohl bekanntester Meinungsforscherin, Renate Köcher (Allensbach am Bodensee). Hektik und Medienkonsum seien so bestimmend, dass kaum Zeit zum Nachdenken bleibe, betonte die Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach beim Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig. Viele fragten deshalb nicht mehr nach dem »Woher und Wohin des Lebens.«