Internetplattform Kirchenreform - Donnerstag, 20. November 2008
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Niedersachsen und Bremen

Reaktionen auf das Impulspapier der EKD

Kirchen im Nordwesten begrüßen Reformpapier der EKD

Hannover (epd). Kirchen in Niedersachsen und Bremen haben das Perspektivenpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begrüßt, in dem Reformen angemahnt werden. Aus den Landeskirchen von Bremen und Oldenburg sowie der Evangelisch-reformierten Kirche kam am Donnerstag Zustimmung zu den Forderungen, die kirchlichen Kernaufgaben stärker zu betonen und auf die Qualität kirchlicher Arbeit zu achten. Zurückhaltend blieben die Reaktionen auf die Zukunftsvision, nach der es statt der jetzt 23 Landeskirchen im Jahre 2030 nur noch acht bis zehn Landeskirchen geben sollte.

Der reformierte Kirchenpräsident Jann Schmidt warnte in Leer vor zu schnellen Forderungen nach neuen landeskirchlichen Zusammenschlüssen. Über konfessionelle Traditionen und Bindungen dürfe nicht leichtfertig hinweggegangen werden. "Evangelisch ist eben nicht gleich evangelisch", sagte der Theologe. Er plädierte dafür, die Zusammenarbeit auszubauen, wie sie etwa die evangelischen Kirchen in Niedersachsen in ihrer Konföderation praktizierten.

Bild: reformiert.de

 

Für die Bremische Evangelische Kirche sagte ihr theologischer Repräsentant Louis-Ferdinand von Zobeltitz: "Ohne Zweifel wird es in 25 Jahren nicht mehr 23 Landeskirchen geben. Die Bremische Evangelische Kirche kann in diese Strukturdebatte mit Selbstbewusstsein hineingehen." Dazu gehöre auch, ohne Scheuklappen den Sinn der jetzigen landeskirchlichen Grenzen zu diskutieren.

Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz ist Schriftführer des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelische Kirche

Bild:Bremische Ev. Kirche

 

Der Oldenburger Oberkirchenrat Dieter Schrader sagte, die Konsequenzen für seine Kirche seien derzeit noch nicht absehbar. Zunächst müsse es um die Frage gehen, wie die Kirche geistlich gestärkt werden könne. Erst anschließend könne geprüft werden, welche Strukturen und landeskirchlichen Grenzen für einen gesamtkirchlichen Reformprozess und für die oldenburgische Kirche die besten seien. - Die Kirchengrenzen orientieren sich an historischen Grenzen, die zum großen Teil nicht mit den Grenzen der heutigen Bundesländer übereinstimmen.

Bild: Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

 

(epd Niedersachsen-Bremen/b1820/06.07.06)

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