Leuchtfeuer 12 im EKD-Impulspapier - Eine Zusammenfassung
(Zusammenfassung)


Situation: Heute gibt es drei vorrangige Identifikations- und Beheimatungsebenen für evangelische Christen: Gemeinden, Landeskirchen und die EKD. Letztere profiliert ein „Evangelisch-Sein in Deutschland“: Menschen fühlen sich trotz steigender Mobilität und situativer Teilnahme am kirchlichen Leben deutschlandweit in „ihrer Kirche“ beheimatet.

Perspektiven: In Zukunft soll ein Christenmensch unbeschadet seiner finanziellen Verpflichtung und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Landeskirche ein Bewusstsein für seine Zugehörigkeit zur Evangelischen Kirche haben, das nicht durch Umzüge oder Auslandsaufenthalte verloren geht. Kirchensteuern sollen aus dem Ausland zahlbar sein. Die Dienstleistungen der EKD für die Gliedkirchen werden wichtiger, sie leistet dies durch Kompetenzzentren und Dienstleistungszentren. Die Gliedkirchen stützen ausgewählte große Kirchengebäude als überregionale Identifikationspunkte des Evangelischen. Jeder kann Mitglied dieser Gemeinden werden (siehe auch Internetgemeinden).

Ziele:
Dienstleistungszentren: Organisation und Management, Beihilfezentrum und Personalabrechnung, Steuern und Kirchensteuern, Fundraisung und Stiftungswesen, Koordinationszentrum zu Meldewesen und Statistik.
Kompetenzzentren: Je für Gottesdienst, Predigt und Kirchenmusik, den Dialog zwischen Theologie und Wissenschaften, Führungsämter in Kirche und Diakonie, Fort- und Weiterbildung, Weltanschauungsfragen, interreligiöser Dialog, sozialwissenschaftliche Fragen, Konfirmanden- und Jugendarbeit, missionarische Aktivitäten, Dialog mit gesellschaftlichen Multiplikatoren.
Kirchen als thematische Zentren: Berliner Dom (Kirche und Politik), Frauenkirche (Friedens- und Versöhnungsarbeit), Lorenzkirche Nürnberg (Tourismusarbeit), Stiftskirche Stuttgart (Missionskirche), Wittenberger Schlosskirche (Predigtkultur), Thomaskirche Leipzig (Kirchenmusik), Reinaoldikirche Dortmund (soziale Verantwortung), Hamburger Michel (Wirtschaftsdialog).

Welchen Bezugspunkt / welche Bezugsgröße haben sowohl die meisten Kirchenmitglieder als auch die meisten „Außenstehenden“ zur evangelischen Kirche?
Wer oder was ist eigentlich die evangelische Kirche?
Wie lässt sich gemeinsam ein „Evangelisch-sein“ in Deutschland profilieren?
Text: Kathrin Herrmann, EKBO
Qu: Impulspapier, LF
Überarb.: Stefan Bölts. ELKiO
Fragen: Divers. Stellungnahmen
Dokumente: Zusammenfassung
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