Internetplattform Kirchenrefom zur Vernetzung von Ideen in der EKD-Reformdekade 2007-2017

Die Vielfalt evangelischer Gemeindeformen bejahen

Leuchtfeuer 2 im EKD-Impulspapier - Eine Zusammenfassung

   

(Zusammenfassung)

   


Situation: Deutliche Milieuverengung in den Gemeinden. Menschen begegnen der Kirche aber zunehmend zu besonderen Gelegenheiten. Die anlassbezogene Teilnahme (Kasualien-Versorgung) wird zur missionarischen Grundsituation. Erste Erfahrungen in situativen Verkündigungssituationen sind Tourismus (z.B. Kirchenführung, aber auch „Kirche unterwegs“ u.ä.) Krankenhaus, Militärseelsorge in der Bundeswehr (analog in anderen Berufsgruppen wie Polizeiseelsorge...), Citykirchenarbeit (bzw. deren Projekt- und Kulturarbeit) und evangelische Bildungsarbeit wie z.B. in den Ev. Akademien.


Perspektive: Derzeit ist eine Entwicklung verschiedener Gemeindeformen zu verzeichnen. Neben herkömmlichen Parochialgemeinden (wohnortabhängig) existieren Anstaltsgemeinden (z.B. Krankenhaus, Gefängnis, ...) und zunehmend Profilgemeinden. Diese werden verstärkt zu Regionalkirchen zusammengefasst, die die geistliche Versorgung koordinieren. Passantengemeinden (z.B. Tourismuskirchen) gewinnen neben neuen klosterähnlichen Gemeinschaften ein neues Gewicht. Dazu kommt die Größe der schwer definierbaren Mediengemeinden z.B. Fernsehgottesdienst, verstärkt aber auch Internetforen.


Ziele: Folgendes Verhältnis der Finanzausstattung wird für 2030 angestrebt: Parochie 50% (derzeit 80%), Profilgemeinden 25% (derzeit 15%), Netzwerkorientierte Gemeindeformen 25% (derzeit 5%). Dazu sind Konsequenzen für die Verteilung der Ressourcen, für die Ausgestaltung/Definition des Berufsbilds „Pfarrer/in“ sowie Konsequenzen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Nöten.


 

Bietet die Vielfalt mehr Risiken oder mehr Chancen?

 

Ist eine Zielgruppenorientierung nicht eine längst überfällig notwendige Anpassung an aktuelle Herausforderungen (Stichwort: Zielgruppen- gottesdienste)? Und ist der klassische Sonntags-Gottesdienst nicht auch nur „ein bestimmtes Zielgruppenangebot“?

 

Sind neue Gemeindeformen (Profilgemeinde, Citykirchenarbeit etc.) nicht effektiver als klassische Parochien (Bezug: Wohn- und Arbeitsumfeld)?

 

Gibt es noch einen Ort der generationen- und milieu- übergreifenden Begegnung?


      

Text: Kathrin Herrmann, EKBO

Qu: Impulspapier, LF

Überarb.: Stefan Bölts. ELKiO

Fragen: Divers. Stellungnahmen

Dokumente: Zusammenfassung

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