| These 1 | Der richtige Ansatz, sich auf Kernvollzüge kirchlichen Handelns zu konzentrieren, leidet unter unzuverlässigen Ist- und unrealistischen Sollzahlen. |
| These 2 | Der richtige Ansatz bei der Profilfindung von Kirchengemeinden bedarf eines Koordinierungs- und Abstimmungsprozesses mit regionalen und überregionalen Bezügen kirchlichen Lebens und Handelns („regionalisierte Profilierung“; s. Leuchtfeuer 3; vgl. Leuchtfeuer 11 und 12). |
| These 3 | Der Qualität geförderter Zentren muss die Qualität pastoraler Grundversorgung entsprechen. |
| These 4 | Erfolgreiche und befriedigende Arbeit in der Kirche setzen gemeinsame Zielfindung, dichte Rückmeldung und eine Kultur der Wertschätzung voraus, die Pfarrberuf, Hauptamt und Ehrenamt verbindet und zugleich zwischen ihnen differenziert. |
| These 5 | Die Tätigkeit von Ehrenamtlichen muss professionell geplant und unterstützt werden. Für eine Kirche von morgen ist die Förderung und Forderung von Ehrenamtlichen unabdingbar. |
| These 6 | Das Pfarramt muss zentriert werden- auf die Wahrnehmung herausgehobener Aufgaben in den Kernvollzügen kirchlichen Handelns (Leuchtfeuer 1),- auf die Koordinierung und Unterstützung haupt- und nebenamtlicher Tätigkeiten (Leuchtfeuer 4 und 5)- und auf den kompetenten Umgang mit den daraus sich ergebenden Differenzierungen. |
| These 7 | Die Notwendigkeit, den fortlaufenden Übergang von der Missions- zur Überlieferungsreligion durch einen früh einsetzenden Bildungsprozess zu gewährleisten, darf nicht zur Legitimierung der bildungsbürgerlichen Milieuverengung des deutschen Protestantismus missbraucht werden. |
| These 8 | Die diakonische Grundfunktion der Kirche muss von der verfassten Kirche vor Ort gemeinsam mit allen anderen diakonischen Trägern in ihrem als „Vernetzung im Dienste anderer“ wahrgenommen und organisiert werden. |
| These 9 | Der Reformprozess muss tatsächlich als Reformdekade organisiert und strukturiert sein und unter dem Label „Kirche der Freiheit“ als Reformprozess der EKD kommuniziert werden (s. Leuchtfeuer 12 und Ausblick). |
| These 10 | Bei der strategischen Sicherung der finanziellen Basis setzen Profilierung als „Kirche für Andere“ und gesamtkirchliche Solidarität einerseits, Eigenbeteiligung der Mitglieder und Sponsoring andererseits einander voraus. |
| These 11 | Funktionierende Landeskirchen setzen einander und gemeinsam eine funktionierende EKD voraus; Leuchtfeuer 11 und 12 setzen einander voraus und begründen sich wechselseitig – auch hier geht es um „regionalisierte Profilierung“ (vgl. Leuchtfeuer 3 und 4). |
| These 12 | Der Reformprozess im Ganzen (Leuchtfeuer 9, Ausblick) verweist in seinen institutionellen Implikationen und Voraussetzungen ebenfalls auf den Zusammenhang von Leuchtfeuer 11 und 12. |